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Geldanlage: Von Aktien-Aversionen und den Chancen, die ETFs bieten

Geld anlegen und finanziell weitestgehend unabhängig sein – einen Traum, den zahlreiche Deutsche träumen und zwar vor allem die jüngeren Generationen. Für den Großteil der Deutschen bleibt es jedoch ein Traum und das obwohl die Möglichkeiten etwas in Richtung „finanzielle Unabhängigkeit“ zu tun, durchaus existent sind – beispielsweise durch das investieren in Aktien. Nur es macht kaum jemand, denn wenn es in Deutschland um das Thema Geldanlage und Vermögensaufbau geht – vor allem in Aktien – dann wird hiervon sofort Abstand genommen. „Zu unsicher“ ist dabei zumeist das Hauptargument. Erkenntnis? Der Deutsche ist ein Angsthase beim Thema Investment und Deutschland an sich unter diesem Aspekt eindeutig ein Entwicklungsland – man mag es kaum glauben. Aber in der Tat ist eine solche, zugegebenerweise harte Aussage, durchaus belegbar.

Die Deutschen üben Zurückhaltung beim Thema Geldanlage

Denn nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts (DAI) investiert aktuell nur jeder 6.te Bundesbürger einen Teil seines zur Verfügung stehenden Kapitals in Aktien. Das entspricht dem Stand von 2010 als ebenfalls lediglich jeder 6.te sein Kapital in Aktien etc. investierte. Es hat sich also auf dieser Seite der Medaille in den letzten 10 Jahren so gut wie nichts verändert. Das könnte man sogar noch verstehen, wenn es belegbar damit wäre, dass mit einem Investment in Aktien in diesem Zeitraum keine nennenswerte Rendite hätte erwirtschaftet werden können. Doch dem ist leider nicht so. Betrachtet man allein die Kursentwicklung des DAX im Jahr 2019 so wird deutlich, was man mit einer Investition in DAX Aktien hätte verdienen können – der DAX ist im Jahresverlauf 2019 um mehr als 25 Prozent gestiegen. Noch Fragen? Ja – und zwar dahingehend, warum die Deutschen ob solcher Rendite-Chancen durchaus bewusst, ihr Geld nachwievor auf Sparbüchern, Tagesgeld oder einfach auf ihrem Girokonto liegen lassen anstatt es für sich gewinnbringend arbeiten zu lassen? Und woher kommt diese negative Einstellung zu Aktien und generell der Börse? Die Antworten finden sich in zahlreichen Umfragen und Marktanalysen, die sich in ihren Ergebnissen letztendlich immer auf 3 wesentliche Punkte konzentrieren: • Risikoaversion >> die Angst vor Kapitalverlust • Zu wenig, zur Verfügung stehendes Kapital • Nicht ausreichendes Finanzwissen für Börsen-Investments Zugegeben – alles durchaus nachvollziehbare Gründe, aber dennoch nicht ausreichend, um sich den Anlage-Möglichkeiten an den internationalen Börsen zu entziehen. Denn es gibt Investment-Möglichkeiten, die auch ohne tiefgehenden ökonomischen Kenntnisse, gute bis sehr gute Chancen auf einen langfristigen Vermögensaufbau bieten. Beispielsweise in dem man sich in sogenannten ETFs „engagiert“.

Bestens für Anfänger: Die Geldanlage in ETFs

Diese ETFs – (englische Abkürzung für “Exchange Traded Funds”) – oder eben auch Indexfonds bieten eine sehr gute Möglichkeit an den Wertentwicklungen von Aktien und ganzen Indices zu partizipieren. Und zwar ohne, das hierzu ein immenses Fachwissen zwingend nötig ist. Denn ein solcher börsengehandelter Indexfonds umfasst einen ganzen Korb von Wertpapieren, die in einem Börsen-Index wie dem deutschen DAX zusammengefasst sind. Der DAX umfasst die 30 größten und wichtigsten deutschen Unternehmen an der Börse. Dieser Aktienkorb kann über einen entsprechenden ETF täglich gekauft oder verkauft werden. Bei einem DAX-ETF entspricht die Wertentwicklung dem Verlauf des Index. Der Vorteil: Wer mit einem Schlag in 30 große deutsche Unternehmen investiert, verringert durch Diversifizierung sein Risiko. Wenn der Kurs eines Papiers sinkt, kann das mit der Kurssteigerung eines anderen kompensiert werden – denn in einem Index sind Unternehmen zusammengefasst, die aus ganz unterschiedlichen Branchen kommen. Seit der Einführung des DAX im Jahr 1988 hat er den Anlegern jährlich durchschnittlich rund acht Prozent Rendite beschert.

ETF-Sparpläne bereits ab 25 Euro monatlich

In Deutschland gibt es ETFs seit 20 Jahren. Inzwischen ist das Angebot auf Xetra, dem größten deutschen Handelsplatz, auf über 1.500 ETFs angewachsen. Die meisten Anleger schätzen Indexfonds auch deshalb, weil der zugrunde liegende Index offen liegt und stets nachverfolgt werden kann – wie eben der DAX. Mit ETFs ist man zudem flexibel, da die Produkte äußerst einfach an der Börse zu handeln sind. Daher eignen sie sich für die private Vermögensbildung – auch in Form eines Sparplans. Ihn gibt es bei den meisten Anbietern schon ab 25 Euro Sparsumme pro Monat. Monatlich werden für diesen Sparbetrag neue Anteile des ausgewählten ETFs gekauft. Womit sich auf Dauer ein stattliches Vermögen aufbauen lässt.