Locwork

Was braucht man, um einen Pizza Lieferdienst zu eröffnen?

Der Traum vom eigenen Geschäft ist für viele groß und so manch einer wird schon überlegt haben, selbst einen Pizza-Lieferdienst zu eröffnen, weil er sich in seinen Träumen schon reich gerechnet hat. Doch ganz so einfach ist es nicht: Die Konkurrenz ist groß, die Margen sind klein und eine ganze Reihe von Anforderungen sind zu erfüllen. Die Investitionen sind auch nicht so klein. Doch was benötigt man, um einen Lieferdienst, z.B. für Pizza so wie z.B. Lieferservice Hanau zu eröffnen?

Abheben vom Wettbewerb

Um erfolgreich zu sein, muss man sich mit seinem Konzept vom Wettbewerb abheben, d.h. etwas bieten, was die anderen nicht bieten, z.B. andere Gerichte, leckereres Essen, günstigere Preise, schnellere Lieferzeit, freundlichere Fahrer, breiteres Angebot oder schlichtweg einfach, was es vor Ort noch nicht gibt. Die klassische noch nicht besetzte Nische vor Ort. Oder mit einem stationären Geschäft einfach eine gute Lage, wo immer genug Leute kommen. Langfristig muss man einfach auch gut sein, sonst hagelt es schlechte Bewertungen im Internet, die dann die Bestellungen versiegen lassen.

Gewerbeschein beantragen

Wer ein Gewerbe eröffnen will, muss bei der Gemeinde einen Gewerbeschein beantragen, d.h. sein Gewerbe anmelden. Das kostet meistens unter 100 Euro an Gebühren. Bei der Anmeldung muss auch schon einen Namen für sein Gewerbe melden. Darüber sollte man sich vorher schon Gedanken machen.

Meist wird auch erforderlich:

  • Steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt (keine Steuerschulden)

  • Polizeiliches Führungszeugnis

  • Gewerbeversicherung

  • Gaststättenerlaubnis, wenn Alkohol vor Ort ausgeschenkt werden soll

  • Hygieneschulung

Businessplan erstellen

Auch schon, um für Dich selber zu errechnen, welchen Umsatz Du brauchst, um auf grüne Zahlen zu kommen, sollte man einen Businessplan erstellen: Welche Kosten sind zu tragen, wieviel Essen kann man wohl durchschnittlich absetzen, wie wird sich der Umsatz entwickeln und was bleibt hinterher alles übrig. In einem solchen Businessplan sollte man allerdings keine Kosten vergessen, z.B. auch nicht die Marketing- oder Werbekosten. Ohne Werbung und Marketing wird kein Kunde oder keine ausreichende Kundenzahl etwas bestellen. Marketingausgaben sind also ein fester Bestandteil eines Businessplans.

Neben den Gründungskosten des Lieferdienstes sollte man auch die fixen Kosten (z.B. Miete, Fahrzeuge) und die variablen Kosten (Wareneinsatz, Sprit, etc.) beachten.

Konkurrenz beobachten

Wer ein Geschäft eröffnen will, sollte als erstes auch den Wettbewerb beobachten: Welche Wettbewerber gibt es schon, wie sind diese ausgelastet, was könnte man besser machen, was machen Wettbewerber gut und gibt es überhaupt einen Nachfrageüberhang, der zur Auslastung Deines Geschäftes beitragen könnte. Wie sind die Preise des Wettbewerbs und wie würden Deine Preise in das Umfeld passen. Wenn einer eine Pizza für 10 Euro anbietet, wirst Du es schwer haben, für eine gleiche Pizza 15 Euro zu verlangen. Ein Pizza Lieferdienst muss sich immer in das bestehende Umfeld einfügen. Wer z.B. einen Pizza Lieferdienst in Hanau eröffnet, muss vorher schauen, welche Lieferdienste in Hanau gibt es schon und wie agieren sie.

Rechtsform des Lieferdienstes

Schließlich muss man sich auch die Rechtsform des Lieferdienstes gut überlegen. Mit einer GmbH oder UG kann man ggf. Risiken beschränken, benötigt aber bei der GmbH z.B. 25.000 Euro Kapital.