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Das japanische Schwert – das Katana

Es sind Schwerter, die berühmt für ihre Eigenschaften und ihre lange Tradition sind: die Waffe der Samurai, das Katana. Auch heute noch werden die Schwerter noch in der über Jahrhunderte überlieferten Tradition hergestellt.

Die Klingen der Schwerter selbst sollten nur vorsichtig mit Handschuhen berührt werden, um Verunreinigungen mit Dreck und Schweiß zu vermeiden. Die Pflege der Klinge erfolgt mit Puder und einem Tuch. So wird das Schwert sauber und makellos gehalten.

Ein Schmied von Katanas ist Kunimasa Matsuba. Sein Herstellungsprozess hält auch heute noch genau an das uralte Verfahren. Das besondere Kennzeichen eines Katanas ist das Hamon, eine feine Wellenlinie auf der Klinge des Schwertes, dort wo gehärteter Stahl in den Körper der Klinge übergeht. Wie Matsuba erklärt ist das Hamon das Markenzeichen eines Schmiedes. Mit einem Laserpointer zeigt er uns das Hamon auf einer seiner Klingen: Die Form von diesem ändert er nur auf Kundenwunsch hin.

Kunimasa Matsuba ist mit seinen knapp fünfzig Jahren einer der besten Katana-Schmiedemeister in ganz Japan: Seine Langschwerter fertigt er auch heute noch so, wie die Meister vor tausend Jahren. Seine Schwerter gewinnen immer wieder Preise und der Weg in die höchste Klasse der Katana-Schmiedemeister, zum Mukansa, ist für ihn nicht mehr weit. In seiner Werkstatt verwandelt er Rohstahl in die Langschwerter der Samurai. Diese sind über 60 Zentimeter lang, gekrümmt und gelten als die höchste Vollendung der menschlichen Schmiedekunst. Eine Klinge allein besteht aus mehreren tausend Lagen gefalteten Stahls.

Ein Katana – Statussymbol und Waffe

Lange war es nur den Samurai gestattet, ein Katana zu tragen: Die japanischen Ritter hatten fast eintausend Jahre lang das alleinige Monopol auf die Schwerter. Doch im Jahr 1867 wurde dieses Gesetz durch den Kaiser aufgehoben. Damit sank der Einfluss und die Macht der Samurai erheblich.

Jedes Einzelteil eines perfekten Katanas wird von Meistern verschiedener Künste hergestellt: So schmiedet Matsuba nur die Klinge und überlässt anderen die Fertigung eines Handgriffs, des Schwertstichblattes und der Scheide. Doch auch die Klinge ist nicht allein vom Schmied abhängig: Sie muss noch poliert werden. Die Politur dauert zwei Arbeitswochen und erfolgt von Hand. Die Körnung der Poliersteine wird dabei immer feiner und gibt der Klinge und dem Hamon ihren letzten Schliff. Diese Politur soll die Klinge vollenden und ihre Schönheit unterstreichen – eine schlechte Arbeitsweise kann die Klinge jedoch wertlos machen.

Und wertvoll sind die Schwerter absolut: Karl-Heinz Peuker, ein Sammler und Händler von Samuraischwertern, erklärt, wie der Preis der inzwischen beliebt gewordenen Klingen zustande kommt: Denn bei Katanas zählt nicht das Alter, sondern allein die Fähigkeiten des Schmiedes. So werden die Katanas von Matsuba meist für rund 18.000 Euro verkauft. Teurer geht aber natürlich immer: Peuken erzählt von einem Katana von 1845, welches einen Preis von 500.000 Euro erzielte.

Der besondere Herstellungsprozess

Der hohe Preis liegt im Wesentlichen in dem langwierigen, schwierigen Herstellungsprozess zugrunde. So geschieht der eigentliche Schmiedeprozess in völliger Dunkelheit – allein die Farbe der Glut verrät dem Meister, wann er die Klinge abkühlen muss. Diese wird zuvor in Ton gehüllt, wobei die Dicke des Tons an verschiedenen Stellen für das Hamon verantwortlich ist.

Wie wird man Katana-Schmied?

Im Falle von Meister Matsuba war es der Schmied, bei dem Matsuba ein Schwert bestellen wollte, der ihm empfahl selbst Schwertschmiedemeister zu werden. Heute hat er eine eigene Werkstatt, zwei Lehrlinge und ist ein mehrfach ausgezeichneter Schmiedemeister. Doch Lehrling bei ihm zu werden ist nicht einfach – meistens erteilt der Meister direkt eine Absage. Und dann wartet er, ob sie es noch einmal versuchen. Wer es öfter probiert zeigt seine Motivation und Leidenschaft. Auch Ausländer würde er aufnehmen – wenn sie denn Japanisch können. Und dieser Lehrling kann dann nach Jahren harter Arbeit und Ausdauer vielleicht selbst ein solches tödlich schönes Kunstwerk erschaffen.

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